Wie gewährleistet FlatyFind den Datenschutz?

Interview mit Daniel Kremin, CPO von FlatyFind.com

FlatyFind.com ist stark darin, mithilfe von Datenanalysen das Nutzerverhalten von potentiellen Wohnungskäufern auszuwerten. Klar, wir haben uns zum Ziel gesetzt, damit die Immobilienvermarktung in das datengetriebene Jahrzehnt zu überführen. Der Schutz personenbezogener Daten stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Denn sie unterliegen – übrigens völlig zu Recht – einem sehr strengen Datenschutz.

Nicht selten werden wir gefragt, wie wir diesen Datenschutz bei FlatyFind.com gewährleisten. Die Antwort kennt Daniel, unser CPO. Achtung, es wird technisch.

Daniel, wie schützt ihr die Daten von Kaufinteressenten, wenn ihr daraus doch Schlussfolgerungen für die Vermarktung ziehen wollt? Ist das nicht ein Widerspruch?

Was erst einmal wie ein Widerspruch klingen mag, ist keiner. Wenn jemand einen Wohnungsfinder öffnet, bekommt er ja erst einmal ein Cookie-Banner angezeigt. Wenn der Nutzer dort alles abgewählt, also keine Zustimmung zur Nutzung seiner Daten gibt, erhalten wir nur statistische Daten, jedoch keinerlei personenbezogene. Wir wissen dann also: OK, es war jemand dort, der hat sich den Wohnungsfinder für eine bestimmte Zeit angeschaut. Allein dieses Wissen gibt unseren Kunden aber schon Aufschluss über die Nutzungsintensität des Wohnungsfinders.

Um sicherzustellen, dass wir die maximale Datentiefe für unsere Kunden erheben können, gibt es die Möglichkeit ein Registrierungsformular vor den Wohnungsfinder zu schalten. In dem Moment, wo sich der Interessent registriert entsteht ein Informationsauftrag: Nämlich den Interessenten bestmöglich bei der Information über das Wohnprojekt zu unterstützen. Und um diesen zu erfüllen, dürfen wir auch personenbezogene Daten erheben. Das machen wir dann bekanntermaßen auch – allerdings sind auch diese Datensätze streng geschützt.

Wie sieht der Schutz der Daten denn konkret aus?

Grundsätzlich gilt die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Und da gehen wir auch komplett konform. Das hat immer höchste Priorität, darauf können sich unsere Kunden zu 100 Prozent verlassen. Konkret sieht das für den Nutzer so aus: Er erhält eine Bestätigungs-E-Mail nach der Registrierung, in derer bereits die Möglichkeit des Opt-outs hat, das heißt er kann seine Einwilligung wieder rückgängig machen, woraufhin wir den Datensatz unverzüglich löschen und unseren Kunden wiederum darüber informieren, damit er seine Datenhaltung ebenfalls aktualisieren kann.

Außerdem ist es so, dass wir die Daten immer nur projektgebunden erheben. Sie können also im Sinne des genannten Informationsauftrags auch wirklich nur für dieses eine Neubauprojekt genutzt werden. Sobald dieses abverkauft ist, werden auch alle personenbezogenen Daten gelöscht. Was hingegen bleibt, sind die statistischen Daten, die vor allem Projektentwickler und Bauträger für die Planung von Folgeprojekten nutzen können, etwa um den optimalen Wohnungsmix festzulegen.

Verschiedene Unternehmen haben oft ganz spezifische Compliance-Anforderungen, insbesondere größere Bauträger und Projektentwicklungsfirmen. Wie geht ihr damit um?

Ja das ist richtig. Grundsätzlich ist dabei aber auch wieder das Gesetz der kleinste gemeinsame Nenner. Sollten besondere Bedürfnisse bestehen, so besprechen wir diese ausführlich in einem gemeinsamen Kick-off Meeting und berücksichtigen diese natürlich.

Was kann eine solche besonderen Datenschutz-Anforderungen etwa sein?

Manche Unternehmen archivieren beispielsweise die Datenschutzeinwilligungen ihrer Kunden. Das können wir lösen, indem wir an die E-Mail, mit der wir unseren Kundenüber den neu registrierten Interessenten informieren, die Datenschutzeinwilligung automatisch mit anhängen. Prinzipiell gilt: Es gibt immer einen Weg!

Im Bereich des Trackings ist aktuell einiges im Fluss. Apple fährt für seine Geräte beziehungsweise Betriebssysteme einen recht rigiden Kurs und auch die Browseranbieter stehen dem kaum nach. Brauchen wir Datenschutz dann überhaupt noch?

Ja, das stimmt. Da immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben, ist eine riesige Herausforderung. Unsere Tracking-Experten halten uns nicht nur technologisch immer up-to-date, sondern stellen mit ihrer Serverlandschaft auch die Rechen- und Übertragungskapazitäten bereit, die wir für unsere Nutzungsanalysen in Echtzeit dringend benötigen. Gleichzeitig ist auch garantiert, dass die Daten wirklich bei uns bleiben und nicht in irgendeiner Cloud um die Welt schwirren – auch das ist ein großer Vorteil, von dem FlatyFind-Kunden profitieren. Schließlich können wir uns so unserer Kerntätigkeit widmen: Der intelligenten Auswertung der Interessentendaten und darauf basierende Empfehlungen für unsere Kunden.

#FragDochFlatyFind

In unserer Reihe „Frag doch FlatyFind“ erfahren Sie, wie Sie unseren 3D-Wohnungsfinder optimal einsetzen. Sie möchten auch eine Frage loswerden? Gerne doch! Schreiben Sie uns an hallo@flatyfind.com.

Daniel Kremin

Daniel Kremin

Daniel treibt als Chief Product Officer die strategische Weiterentwicklung der Produktpalette von FlatyFind voran. Als Dipl.-Designer, Webentwickler und Vermarktungsexperte ist Daniel ein Synergie-Bündel und weiß (fast) jedes Problem für unsere Kunden zu lösen.

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