Micky Maus kauft keine Wohnung!

Lässt man die vergangenen zwei Jahrzehnte Revue passieren, so kommt man nicht umhin zu staunen, wie sehr sich die Immobilienvermarktung gewandelt hat. In kaum einem anderen Bereich der Branche hat sich die Digitalisierung stärker ausgebreitet. Und sei es nur eine Annonce auf einer der einschlägigen Plattformen – kein Projekt kommt heute mehr ohne digitale Vermarktungswege aus.

Diese rasante Entwicklung hat verschiedene Gründe. Zunächst einmal entspricht es schlicht dem Nutzerverhalten. Jeder kennt das: Man informiert sich vor Kaufentscheidungen als allererstes im Internet. Das gilt auch für Wohnungsinteressenten. Wer heutzutage eine Wohnung sucht, macht sich auf den bekannten Portalen schlau oder sucht vielleicht bei Google.

Und ein guter Vermarkter – das hat sich nicht geändert – ist natürlich dort, wo auch die Kunden sind. Davon abgesehen bietet digitale Vermarktung unzählige weitere Vorteile: gezielte Werbung, höhere Reichweiten, bessere Reaktionszeiten, schönere Möglichkeiten zur Aufbereitung der Unterlagen und vieles mehr. Doch wo Licht ist, ist bekanntlich immer auch Schatten. 

Die Flut der Anfragen

Wohnungsanbieter müssen ihre Anzeigen oft schon nach Minuten wieder offline stellen, weil sie ansonsten in der Flut der Anfragen versinken würden. Die Schwelle für Kaufinteressenten, eine Anfrage zu stellen, ist heute um ein Vielfaches geringer, als sie es zu Zeiten war, in denen man mindestens noch den Telefonhörer in die Hand nehmen und oft noch zum Besichtigungstermin auf der Baustelle musste.

Dadurch fällt eine wirkungsvolle Vorfilterung der Interessenten weg. Im Vergleich zur analogen Zeit wäre es so, als ob sich der Vermarkter vor das Werbeplakat stellt und alle Passanten als potenziell zu kontaktierende Interessenten notiert. Dass das kein besonders effizientes Vorgehen ist, muss nicht näher erläutert werden. Zudem: Online sind Interessenten anonym. Wer sich einfach einmal ein Projekt anschauen will, der gibt nicht unbedingt seinen echten Namen an, sondern fragt das Exposé als „Micky Maus“ an. Micky Maus kauft aber höchstwahrscheinlich keine Wohnung.

Zugegeben, das ist Jammern auf hohem Niveau. Oberflächlich betrachtet sehen mehr Leads natürlich erstmal besser aus als weniger. Dennoch entsteht so eine neue Herausforderung für Vermarkter. Wie lassen sich die Interessenten am besten strukturieren? Generell und speziell bei der Neubauvermarktung ist Zeit bares Geld wert. Wer die erfolgversprechendsten Leads identifizieren und priorisieren kann, erlangt einen wertvollen Vorteil.

Interessenten priorisieren dank cleveren Algorithmen

Bei dieser Interessentenpriorisierung setzen wir mit Flatyfind an. Unser Algorithmus bewertet Interessenten anhand zueinander ins Verhältnis gesetzter Analysedaten, die anfallen, wenn Interessenten den Wohnungsfinder nutzen. Wie lange hat sich ein Interessent eine bestimmte Wohnung angesehen. Hat er sich noch andere Einheiten im virtuellen Objekt angeschaut, die Rückschlüsse auf seinen Fokus erlauben? Oder hat er querbeet alle möglichen Wohnungen angeschaut – ist also vermutlich eher oberflächlich interessiert? Ist der Interessent gar zwei Tage später noch einmal zurückgekehrt?

All diese Beobachtungen und viele weitere mehr können valide Hinweise über die Qualität eines Leads geben, die sie versäumen, wenn einfach nur eine Anzeige geschaltet wird.

Kurz gesagt: Die Neubauvirtualisierung ist nicht nur eine zeitgemäße Darstellungsform, die heute erwartet wird, sondern ermöglicht auch die Analyse der kompletten Customer Journey. Und das völlig automatisiert. Selbstverständlich kann und sollte ein Vermarkter auch seine eigenen Erfahrungen einfließen lassen. FlatyFind erstellt dafür aber automatisiert eine Liste der Nutzer, die das stärkste Interesse aufweisen. Diese Priorisierung der Interessenten spart bei der Vermarktung Zeit – und dadurch Geld. Viele erfolglose Anrufe lassen sich verhindern und die, die wirklich interessiert sind, müssen Sie nicht mehr warten lassen.

Gerne stellen wir Ihnen diese Funktion in einem unverbindlichen (virtuellen) Demo-Termin persönlich vor.

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